Agni - die Lebenskraft im Ayurveda

Aktualisiert: 25. Aug.



Im Ayurveda sagen wir "Du bist was du verdaust"


Agni bedeutet Feuer, auch der Gott des Feuers. Gemeint ist dabei unser inneres Feuer, also unsere Lebensflamme und Verdauungskraft.

Es ist zuständig für Zersetzung, Resorption und Assimilation der Nahrung. Dabei steuert es die Aufspaltung der Nahrungsmittel in verwertbare Nährstoffe und nicht verwertbare Abfallprodukte.


Zudem ist es wichtig für die Aufrechterhaltung des Immunsystems, Vernichtung von Mikroorganismen, Bakterien und Toxine im Magen, Dünndarm und Dickdarm.



Wie fühlst du dich nach dem Essen? Wie funktioniert deine Verdauung?


Sam Agni = ausgeglichenes / gut funktionierendes Agni

  • vital

  • voller Energie

  • regelmäßiger täglicher Stuhlgang


Manda Agni = träges / schwaches Agni

  • müde, Völlegefühl

  • schwer

  • träger Darm

  • Stuhlgang nur alle 2-3 Tage oder seltener


Vishma Agni = wechselhaftes / luftiges Agni

  • Blähungen

  • wenig Energie

  • harter Stuhl, Verstopfung

  • Durchfall und Verstopfung im Wechsel


Tikshna Agni = sehr aktiv / scharfes Agni

  • ständig Hunger oder Durst

  • Sodbrennen, saures Aufstoßen

  • Reizung

  • häufig Durchfall



Wenn das Verdauungsfeuer nicht optimal funktioniert können die Nährstoffe nicht optimal verarbeitet und aufgenommen werden. Dadurch wird der Gewebeaufbau beeinträchtigt und die halbverdaute Nahrung führt zur Bildung von toxischen Stoffwechselgiften = Ama, die sich im ganzen Körper absetzen und zu Erkrankungen führen können.


Die meisten Erkrankungen haben ihren Ursprung im Darm bzw. sind dort als erstes sichtbar. Eine gut funktionierende Verdauung beugt der Entstehung von Erkrankungen vor und steht im Zentrum der ayurvedischen Therapie.

Eine gute Verdauungskraft beeinflusst quasi alle Bereiche unseres Lebens, da es über unser Wohlbefinden entscheidet. Es hat Auswirkungen u.a. auf Schlafqualität, Energielevel, Gedanken, Stressempfinden, Aktivität, Entspannung.


Die Verdauungskraft ist bei jedem Menschen entsprechend der Konstitution ganz individuell.

Mit der passenden Ernährungsform, der Auswahl der Lebensmittel, Zusammensetzung der Mahlzeiten, Art der Zubereitung, Auswahl von Gewürzen, etc. kann die Verdauungskraft gestärkt, bzw. ausgeglichen werden.


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Die Bedeutung des Mikrobioms

Das Mikrobiom ist die Zusammensetzung aller Mikroorganismen auf und im Körper, dazu zählen Bakterien, Pilze, Viren.


Das Darm Mikrobiom beinhaltet etwa 95% dieser Mikroorganismen. Die Darmbakterien und ihre Zusammensetzung haben entscheidenden Einfluss auf unsere körperliche und mentale Gesundheit.


Die dortigen Darmbakterien nehmen zudem Einfluss auf unsere Ernährungsentscheidungen, Verhaltensweisen, Stimmungen und Stresslevel..


Über den Nervus Vagus, der die Verbindung von Darm zu Gehirn darstellt und somit der wichtigste Kommunikationsweg ist, kommunizieren die Bakterien mit den Neuronen im Gehirn.


Das Mikrobiom ist somit eine Art Vermittler zwischen Nahrung und Gehirn.

In Studien wurde bei Mäusen dargestellt, dass Nervosität über eine Stuhltransplantation auf andere Mäuse übertragen werden konnte.


Das wichtigste Kriterium für ein gesundes Mikrobiom ist Diversität!


Empfehlenswert ist beispielsweise eine mediterrane Kost mit viel Gemüse, Proteine, alle Farben, alle Geschmacksrichtungen, Gewürze und Kräuter der ayurvedischen Lehre sowie unseres heimischen Raumes, gesunde Fette und Öle, insbesondere Omega 3


Und essentiell ist eine gute Verdauungskraft = ausgeglichenes, starkes Agni


Negative Auswirkungen auf die Verdauung und unser ganzheitliches Wohlbefinden haben insbesondere eine zu energiereiche Ernährung durch

  • Zucker, zu viele Kohlenhydrate insbesondere in ungesunden verarbeiteten Produkten

  • Fette, inbesondere gesättigte Fettsäuren, in industrieller Fertigung genutzte Fette und Öle

  • generell vitalstoffarme Fertigprodukte, Junk- und Fastfood


Diese führen auch zu Entzündungsreaktionen im Körper, auch die Zunahme der Zivilisationserkrankungen steht damit im Zusammenhang.


Aber auch die einseitige Ernährung, die zu einer Nährstoffarmut führt, schädigt das Mikrobiom und hat Einfluss auf das körperliche wie mentale Wohlbefinden.


Darm und Psyche


Unsere Ernährungsform hat nicht nur Einfluss auf die Bakterienzusammensetzung im Darm, sondern verändert auch die Hirnareale..


Über des Vagus Nerv erfolgt die Kommunikation ins Gehirn. Nur wenige Stunden nach einer Mahlzeit ist eine veränderte chemische Zusammensetzung im Gehirn messbar.

So hat unsere Nahrung Einfluss auf unser emotionales Wohlbefinden, Stressempfinden, unsere Entscheidungen und unsere Gedächtnisleistung.


Unsere Nahrung verändert unsere Gedanken. Sie kann glücklich, zufrieden, wach - aber auch aggressiv, sensibel und risikobereiter machen.





Deine Nahrungs-Checkliste fürs mentale Gleichgewicht

  • Prana-reich: Frische und einfach zubereitete Speisen stärken psychische Vitalität

  • Reine Nahrung frei von Zusatzstoffen und zugesetztem Salz oder Zucker, möglichst naturbelassen

  • Liebevoll zubereitete Nahrung, in angenehmer Atmosphäre eingenommen

  • Empfehlungen wie Reis, Hülsenfrüchte inkl. Mungobohnen, Gemüse, Salat, Früchte (z.B. Trauben / Rosinen, Granatapfel, Heidelbeeren), Getreide (insbesondere die alten weniger hochgezüchteten Sorten), Pseudogetreide (wie Amaranth, Quinoa, Buchweizen), Nüsse, frische Milch, Honig, Ghee, Olivenöl, fette Fischarten

  • Gewürze und Kräuter zur Unterstützung einer ausgeglichenen starken Verdauungskraft wie Koriandersaat, Kurkuma, Fenchel, Kreuzkümmel, Rosmarin, Salbei, Thymian


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