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Rauhnächte - Rituale, Wünsche und Bedeutung


Zeit der Stille und des Neubeginns


Die Rau(h)nächte kennzeichnen den Zeitraum vom 21. Dezember bis zum 6. Januar. Um diese besondere Zeit ranken sich viele Märchen, Legenden und Mythen.


Altem Volkswissen zufolge ist hier die Schwelle zwischen Diesseits und Jenseits besonders niedrig. Die Zeit zwischen den Jahren ist durchlässiger für andere Ebenen der Wirklichkeit. Volkssagen erzählen vom Hereinbrechen der Geisterwelt, so werden seit jeher etliche Bräuche gepflegt, um böse Geister zu vertreiben und die segensbringende um Unterstützung zu bitten.


Dieser Zeit wird auch nachgesagt, dass wir unseren Ahnen besonders nah sind. Es ist eine Zeit für Gebete, zum Wünschen und Danken für das, was wir haben.



Wann beginnen die Rauhnächte?


Die eigentlichen Rauhnächte - 12 Nächte bzw. Tage - die sich das Sonnenjahr vom Mondjahr unterscheidet, beginnen in der Nacht vom 24. auf 25. Dezember. Jede der zwölf Rauhnächte bzw. eigentlich Tage, beginnt immer um 24:00.


Wir steigen am 25.12 um genau 00:00 Uhr in die erste Raunacht, die Mutternacht ein. Ihre Themen und ihre Eigenschaften gelten bis zur nächsten Nacht um 24:00, wo sich dann der Übergang zur zweiten Rauhnacht vollzieht. In manchen Tradition werden die 12 Nächte auch ab dem 21. Dezember gezählt. Die Zahl 12 steht für Vollkommenheit bzw. Vollständigkeit, u.a. in der Religion, Astrologie, in Märchen. Die Rauhnächte enden mit dem Dreikönig(innen)stag.



Vorbereitung auf die Rauhnächte


Überlege, wo in deinem Leben noch offene Punkte, Gespräche, Erledigungen, Rechnungen, etc. sind, um dein Jahr abschließen zu können.


Jetzt ist die Zeit des Loslassens und Entledigen aller Lasten, die du mir dir trägst, bevor mit der Wintersonnenwende das Licht zurückkehrt.


Reflektion

  • Was soll erlöst werden?

  • Welche Themen / Blockaden möchtest du auflösen?

  • Welche Werte haben sich verändert?

  • Was ist nicht mehr wichtig?


Reinige mit dieser Intention deine Wohnung, räume auf und aus, um Platz für neues zu schaffen. Nutze reinigendes Räucherwerk wie Salbei, Palo Santo, Myrrhe und gern auch ein unterstützendes ätherisches Öl deiner Wahl.


Mache es dir ganz gemütlich, richte dir eine schöne Ecke oder einen kleinen Altar ein für das Verweilen in den Raunächten und für deine Rituale. Das kann auch ein klitzekleiner Ort mit einer Kerze sein. Vielleicht magst du besondere Steine, Federn oder Symbole mit darauflegen. Besitzt du Orakelkarten oder ein anderes Kartenset, das du für deine tägliche Praxis in den Raunächten nutzen kannst. Wenn du noch keines hast, vielleicht magst du dir noch eines besorgen? Eine Kerze darf dich außerdem in den Raunächten begleiten.


Dein Raunachtstagebuch für deine Gedanken und Reflexionen während dieser Zeit ist ein wunderbarer Begleiter.


„Geheimnis und Erscheinungsformen entspringen aus derselben Quelle. Diese Quelle bezeichnet man als Dunkelheit: Das Dunkle inmitten von Dunkelheit, das Tor zu allem Verstehen.“ Laotse



Die 13 Wünsche


Die zunehmende Dunkelheit lädt uns ein immer mehr in unsere Innenwelt einzutauchen. Wenn du dir mehr Ruhe gönnst erleichtert es dir den Zugang zu deiner Intuition und tiefen Wünschen.

Nimm dir bereits jetzt bis zum Beginn der Raunächte täglich Zeit für Meditation und Reflektion, für Spaziergänge in der Natur und einfach Zeiten der inneren Stille.


Schreibe auf, wonach du dich sehnst. Was du im nächsten Jahr empfangen möchtest. Welche Samen nächstes Jahr in deinem Leben erblühen dürfen.

Sammele so bis zum Beginn der Raunächte in der Nacht zum 25. Dezember insgesamt 13 Wünsche, die du jeweils auf einen Zettel schreibst. Die 13 Zettel kannst du in einen Beutel packen, damit du während deines Raunachtsrituals jede Nacht einen davon ziehen kannst.


In jeder Raunacht verbrennst du dann einen davon. Nach Ende der 12 Rauhnächte bleibt somit ein Wunsch übrig. Diesen darfst du öffnen, es ist das Hauptthema fürs ganze Jahr. Das ist der Wunsch, den du dir dieses Jahr selbst erfüllen darfst.


Portalöffnung zur Wintersonnenwende


Das Portal öffnet sich bereits mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember, der Tag mit der längsten Nacht, in der das Licht wiedergeboren wird. Es ist eine Zeit des Wandels und des Neubeginns, der Reinigung und Besinnung, des Annehmens und der Vergebung. Jetzt im Winter, wenn sich in der Natur alles zurückgezogen, kahl und nackt gemacht hat, haben auch wir die Möglichkeit, in unsere Essenz zu gehen. Uns nackt und frei zu machen.


Alles was dieses Jahr passiert ist von uns abzustreifen, uns von allen Plänen, Vorstellungen und Zwängen zu befreien um so zu erfahren, wer wir wirklich sind. Was unsere Essenz ist, unseren tiefen Wünsche und Träumen und unserer Vision zu begegnen.


In der Zeit zwischen den Jahren wird das Lebenstempo verlangsamt, lass nun auch dein ewiges Beschäftigt-Sein zur Ruhe kommen. Wir sind meist zu sehr beschäftigt und gefangen im Rad des Lebens. Somit nicht empfänglich für die unsichtbaren Dinge und unsere tiefe Verbindung nach innen. Lass dich nun von der Dunkelheit und Langsamkeit einhüllen, um innerlich still zu werden und mit der Ruhe und dem neu geborenen Licht deine Urkraft zu erwecken. Erinnere dich daran, dass es unsere tiefere Aufgabe ist, unser Licht zum Leuchten zu bringen.


So stärkst du deine Lebensfreude, Lebendigkeit und Liebesfähigkeit für dich selbst und andere.


„Lass dich von der Magie der Rauhnächte verzaubern, dich mit deiner Intuition verbinden, dir tief im Innern begegnen, kraftvoll den Fokus für dein magisches Jahr ausrichten.“



Jede der 12 Rauhnächte steht für einen Monat des kommenden Jahres


Die erste Nacht für den Januar, die zweite für Februar, etc. Manche gehen auch davon aus, dass es für die jeweiligen Mond-Monate steht, also ab dem jeweiligen Neumond (13. Januar, 11. Februar, etc.). Die Raunächte sind eigentlich ganze Tage. Die erste Raunacht beginnt am 25. Dezember um Mitternacht 00h00 und endet in der darauffolgenden Nacht auf den 26. Dezember um 23h59. So sind die Raunächte eigentlich viel mehr jeweils ganze Tage und du kannst die Zeit beginnend bei deinen Träumen, sowie deine Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle deines ganzen Tages für deine Arbeit nutzen.

Somit steht der gesamte 25. Dezember für den Januar, der 26. Dezember für Februar, ... bis zum 5. Januar für Dezember.


Die Raunächte waren für unsere Vorfahren bereits „heilige Nächte“. Eine Zeit des Stillstands, der Innenschau, um wertvolle Verbindung zu den Schöpferkräften zu erlangen. Sie laden ein zum Lauschen ... was will meine Seele mir in dieser besonderen Zeit kommunizieren? Welche Hinweise zeigen sich mir?

Die besondere Bedeutung unserer Träume in dieser Zeit


Der Überlieferung nach hat die Energie dieser Zeit eine besondere Wirkung auf unsere Träume. Wir können in dieser Zeit luzider, also klarer, träumen. Träume dienen der Deutung auf vorausschauende Ereignisse für das kommende Jahr. Fällt es dir schwer, dich an deine Träume zu erinnern, so beginne bereits jetzt und erlange so etwas Übung.


Halte an deinem Bett ein Notizbuch und einen Stift bereit und sobald du aufwachst mache dir Notizen zu deinen Träumen. Vielleicht kannst du dich nicht klar an Inhalte erinnern, so notiere Emotionen und Gefühle, die noch präsent sind. Mache dir keinen Druck, wenn du dich mal nicht erinnern kannst.


In deinen Träumen mögen unrealistische, wirre, bisweilen auch traurige oder verstörende Themen auftauchen. Diese Inhalte bilden nicht deinen Monat ab. Versuche vielmehr die Symbole deiner Träume zu entschlüsseln wie Tiere, Orte (wie Seen, Berge), Objekte, Gefühle und Emotionen.


Nehme dir ein oder zwei Minuten Zeit, um deine Träume in einem Tagtraum weiter zu spinnen und vielleicht kommen so Intuitionen oder Gefühle. Weitere Inspirationen zu deinen Träumen kannst du in Traumdeutungsbüchern oder im Internet finden.



Orakelkarten als Hinweisgeber


Nutze ein Kartenset deiner Wahl, neben Raunachtskarten kannst du Tarot-, Engel-, Göttinen- oder andere Orakelkarten nutzen.


Befrage mit ihnen die Zukunft: „Was ist das Thema dieses Monats?“ Vielleicht magst du auch eine zweite Karte ziehen die dir zeigt, was dich bei diesem Thema unterstützen kann.



Magie der Düfte


Ätherische Öle können dir helfen, leichter in einen meditativen Zustand zu gelangen und deinen Geist zu beruhigen. Auch sind Erinnerungen oft mit Düften verknüpft. Vielleicht magst du dir für die Raunächte ein eigenes Öl mischen oder dich für einen Duft entscheiden. Hier eine Auswahl verschiedener ätherischer Öle und ihre Wirkung:


  • Weihrauch und Ylang Ylang helfen, höhere Bewusstseinszustände zu erreichen

  • Jasmin, Lavendel oder Rose unterstützen dich, negative Gedanken und Emotionen zu reduzieren und die Stimmung zu heben

  • Myrrhe wirkt erdend, unterstützt dabei in die meditative Stimmung zu kommen und wirkt emotional beruhigend


Weitere mögliche Öle sind u.a. Sandelholz, Neroli, Orangenöl


Du kannst sie auf ein Holz tröpfeln oder in einer Duftlampe oder Diffuser als Raumduft verwenden. Neben den ätherischen Ölen können einige Substanzen auch beim Räuchern zum Einsatz kommen.



Bedeutung des Räucherns


Räuchern ist ein Ritualakt, es dient der Reinigung, der Harmonisierung, des Energieaufbaus, Kraftplätze im Innen und Außen schaffen, der Dankesräucherung für die geistige Welt, zur Unterstützung deiner Intentionen.


Mit dem Räuchern verwandelst du Materie in Luft, so werden die Wirk- und Heilkräfte der Pflanze freigesetzt, bevor die sich im Äther auflösen. Je nach Phase in den Raunächten kannst du es so zu unterschiedlichen Zwecken einsetzen.


Du kannst dir Räucherstäbchen besorgen, wenn du schon etwas vertraut bist mit dem Räuchern nutze reines Räucherwerk z.B. auf einem Räucherstövchen (mit Teelicht darunter) oder nutze einfach ein kleines Metallsieb, das du mit etwas Alufolie auslegst, über einer Kerze. Für Geübte oder für draußen eignet sich eine feuerfeste Schale und Räucherkohle für dein Räucherwerk.


Es gibt fertige Mischungen oder Räucherstäbchen, wie z.B. für Reinigung, Klarheit. Du kannst aber auch im Wald und im Kräutergarten eigenes Räucherwerk zusammenstellen, trocknen und während dieser Zeit für deine Rituale nutzen. Räucherst du in der Wohnung, so sei achtsam und informiere dich vorab wie du vorgehst.



Wirkung des Räucherns


  • Reinigend: Salbei, Palo Santo, Myrrhe, Wacholder, Beifuß, Fichtenharz

  • Harmonisierend und segnend: Myrrhe, Rose, Weihrauch

  • Belebend: Orangenschale, Zitronenschale, Ingwer, Minze, Zitronengras

  • Beruhigend: Melisse, Lavendel, Hölzer

  • Liebe & Weiblichkeit: Rose, Apfel, Rosmarin, Hibiskus, Vanille


Suche dir je eine Substanz oder eine Mischung aus. In esoterischen Buchhandlungen bekommst du meist alles was du brauchst, lass dich gern beraten.


Wichtig ist dabei deine innere Haltung: Für was räucherst du, was willst du bewirken, welches Thema nimmst du mit, was willst du mit Energie versorgen? Der Rauch trägt deine Visionen in den Himmel und verbindet dich so mit den höheren Ebenen des Seins.



Inspirationen für dein tägliches Rauhnachts-Ritual


Ich stelle dir einige Inspirationen vor, von denen du auswählen kannst, was sich für dich leicht und stimmig anfühlt.


Trete bewusst in deinen inneren Raum ein. Das kannst du zum Beispiel durch das Anzünden deiner Raunachtskerze oder mit Räuchern ganz symbolisch durchführen und somit den Raum in deine Innenwelt betreten.


Verweile in der Dunkelheit und nehme dir Zeit zum Meditieren. Wenn dies für dich noch unbekannt oder ungewohnt ist so magst du vielleicht anstelle einer stillen Meditation eine Atemübung, Tanz- oder Kerzenmeditation machen, chantest Mantren oder lauschst der Musik der Raunachtsplaylist auf Spotify.


Lass dich in dieser besonderen Zeit auch von der Natur leiten. Verbringe Zeit im Freien in der Natur oder im Wald. Lausche und achte auf die Zeichen der Natur, von Mutter Erde.

  • Was begegnet dir in diesen Tagen, was fällt dir auf?

  • Wie fühlst du dich, welche Ahnungen hast du?

  • Was träumst du in der Nacht und welche Tagträume zeigen sich?


Die Raunächte sind nichts für den Verstand, versuche Fragen nicht rational zu beantworten oder lange darüber nachzudenken sondern lausche nach innen, lass dich berühren und die Antworten vom Herzen und Schoßraum herausfließen und dir dazu deine Hände dort auflegen.



Deine Träume


Nehme dir gleich morgens nach dem Aufwachen etwas Zeit für deine Träume und dein Tagebuch zur Hand.

  • Was hast du heute Nacht geträumt?

  • Was daraus ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

  • Was war besonders in deinem Traum, wie hast du dich gefühlt?

  • Welche Symbole hat dein Traum enthalten?


Ziehe eine Karte aus deinem Orakelset

  • Welche Assoziation hast du, wenn du dir die Karte anschaust?

  • Was verbindest du mit ihr?

  • Welche Bedeutung hat die Karte für dich?

Vielleicht magst du auch eine zweite Karte ziehen die dir zeigt, was dich bei diesem Thema unterstützen kann.



Nehme dir am Tag oder Abend Zeit für Meditation und deine Reflektion

  • Wie ist dein Tag verlaufen?

  • Wie hast du dich heute gefühlt?

  • Welche besonderen Begegnungen oder Momente hattest du heute?

  • Welche Ahnungen, Gefühle hast du in Bezug auf den Januar und was könnte dich unterstützen oder stärken?


Wunschzettel verbrennen


Zum Abschluss ziehe einen Zettel aus deinem Wunschbeutel, ohne ihn zu lesen.


Gebe etwas Räucherwerk in deine Feuerschale oder zünde ein Räucherstäbchen an, und mit einer Haltung voll Vertrauen und Dankbarkeit übergebe diesen Wunsch dem Feuer der Transformation.



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Alles Liebe, Tina


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