Männliche und weibliche Energie in Ayurveda und TCM

Aktualisiert: 19. Aug.

Pitta und Kapha versus Yin und Yang


Pitta und Yang - das männliche Prinzip


Das feurige Pitta Dosha im Ayurveda wie die Yang Energie in der TCM sind charakterisiert durch


- Aktivität

- Helligkeit

- Feuer, Wärme, Hitze

- Scharf und kantig

- im Außen sein

- Sonnenenergie


Die Pitta Energie im Ayurveda entspricht in weiten Teilen der Yang Energie in der TCM – traditionellen chinesischen Medizin.


Beide Pitta und Yang stehen für das männliche Prinzip: Zielgerichtet, Fokus, Aktivität


Die männliche Energie ist dynamisch, leistungs- und wettbewerbsorientiert. Eine Energie, die unsere Gesellschaft und Berufsleben weitgehend dominieren. Viele Frauen ‚funktionieren‘ in dieser Energie, haben diese Rolle in Beruf und Familie übernommen. Beißen kämpferisch die Zähne zusammen, um in Job oder Familie ihren Mann zu stehen.



Kapha und Yin stehen für das weibliche Prinzip


Im Gegensatz dazu steht die Yin Energie in der TCM, die in weiten Teilen der Kapha Energie im Ayurveda entspricht. Sie ist charakterisiert durch


- Ruhe, Passivität, Empfangen

- Dunkelheit

- Kühle, Sanftheit

- Erdung, im Innen sein

- Mondenergie


Yin und Kapha Energie stehen für das weibliche Prinzip: Hingabe, Intuition, Empfangen


Die weibliche Energie ist die schöpferische Kraft. Kapha im Ayurveda besteht aus den nährenden Elementen Erde und Wasser. Dieses lebensschenkende Prinzip bringt Manifestation.


Frauen, die ihre weibliche Energie leben, strahlen Herzlichkeit aus, wirken beruhigend und erdend. Sie sind mit der tiefen weiblichen kreativen Schöpferkraft verbunden.


Beide Energien – männlich und weiblich – sind genau wie die männlichen und weiblichen Hormone sowohl bei Frauen wie auch bei Männern präsent. Beide erfüllen wichtige Aufgaben.


Leben Frauen allerdings zu sehr in der männlichen Energie so kommt es zu einem Ungleichgewicht: Ein Übermaß an Yang oder einhergehend ein Mangel an Yin.



Welche Energie ist bei dir jetzt im Sommer besonders aktiv?

Spürst du ein zu viel oder zu wenig?


Mit dem wichtigen Grundsatz im Ayurveda:

Gleiches verstärkt und Gegensätzliches gleicht aus

kannst du einen Überschuss einer der beiden Energien ausgleichen


Hitze, Perfektionismus und Aktionismus treiben Pitta und die einhergehenden Qualitäten stark an. Ist diese Energie bei dir also bereits stark ausgeprägt, so wird sie dann weiter verstärkt. Gegensätziche Qualitäten wirken hingegen ausgleichend.



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Balance der weiblichen Energie im Ayurveda


Ahara – Ausgleichende Qualitäten auf der Ernährungsebene

Bei einem Übermaß an Pitta - Hitze in der Natur oder in uns – wählen wir süße, kühlende, erdende und nährende Qualitäten. Sie unterstützen dein Wurzel- und Sakralchakra, die für die Elemente Erde und Wasser stehen und dich mehr mit deiner innenwohnenden Urkraft verbinden.


Auf Lebensmittelebene sind dies u.a. Gurke, Melone, Mango, Feige, Kokosnuss, Banane, Salat, Chicorée, Kürbis, Kartoffel, Spinat, Zucchini, Hafer, Reis, Olivenöl, Ghee


Insbesondere positiv auf die weibliche Energie und das Hormonsystem wirken

  • Ausgewogener Anteil von Proteinen, besonders aus pflanzlichen Proteinquellen wie Linsen, Erbsen, Kürbiskerne, Mandeln, Leinsamen

  • Bei Kohlenhydraten lieber Vollkorn als Weißmehl

  • Gemüse wie Fenchel, Brokkoli

  • Getrocknete Aprikosen und Feigen

  • Gesunde Fette u.a. aus Avocado, Nüssen, Oliven, aber auch das ayurvedische Ghee

  • Frauenkräuter wie Frauenmantel, Schafgarbe, Himbeerblätter, Rosmarin

  • Shatavari – indischer Spargelwurz – aus dem Ayurveda

Wünschst du dir Unterstützung für deine Balance? Vereinbare gern ein kostenfreies Schnuppergespräch oder schreibe mir.



Vihara – Ausgleichende Qualitäten für den Lebensstil

Hier gilt es ebenso, mehr Erdung zu kultivieren, um von der Aktivität in die innere Ruhe zu und in die weibliche Qualität des Empfangens zu finden.


Menschen mit viel Feuerenergie haben meist hohe Ansprüche an sich selbst und andere. Sie sind häufig kopflastig und fällen eher rationale Entscheidungen. Auf ihr Bauchgefühl zu hören und ihrer Intuition zu folgen fällt ihnen daher schwerer.


Unterstützend wirken u.a.

  • Sanftheit mit sich selbst, die eigenen (Perfektions-)Ansprüche runterfahren: Zum Beispiel Dankbarkeitspraxis anstelle von To Do Listen

  • Fließendes ruhiges Yoga, u.a. Yin Yoga. Der Grundsatz des Yoga ist frei von Leistungsgedanken und Vergleichen. Immer so viel und so weit wie im Moment für dich und deinen Körper richtig ist.

  • Pranayama Atemübungen zum Start oder Ausklang des Tages oder als Stütze zwischendurch

  • Meditation: hier gibt es so viele unterschiedliche Arten und keine ist richtiger oder besser als die andere. Wichtig ist worin du einen Zugang zur inneren Ruhe findest

  • Achtsamkeit, das kann ganz einfach im Alltag beginnen mit dem achtsamer Abwasch, der bewusst wahrgenommenen Dusche am Morgen, etc.

  • Journaling / Intuitives Schreiben

  • Selbstberührung und Selbstmassage mit einem Mandel- oder Rosenduftöl. Lass dich von Zeit zu Zeit verwöhnen oder verwöhne dich selbst mit kostbaren Essenzen

  • Ruhige ausgleichende Aktivitäten wie Schwimmen, Waldspaziergänge


Dies hilft, wieder mit dir selbst in Kontakt zu kommen, eigene Bedürfnisse und die Welt um dich herum wahrzunehmen.


Im nächsten Blogbeitrag erfährst du, wie du die weibliche Energie stärkst und so deine emotionale Balance unterstützt.



Alles Liebe, Tina


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