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Menopause - der kritische Übergang im Ayurveda von Pitta zu Vata in Natur und Lebenszyklus

Wenn die Natur den inneren Wandel spiegelt

Im Ayurveda ist alles miteinander verbunden. Naturzyklus. Lebenszyklus. Kosmos. Körper. So wie die Natur ihren Wandel durch die Jahreszeiten vollzieht durchlaufen wir Frauen unsere eigenen Übergänge. Perimenopause und Menopause markieren dabei den tiefgreifenden Wandel von der Pitta zur Vata Lebensphase.


Gerade befinden wir uns gerade in einer außergewöhnlichen Zeit

Im Ayurveda ist der Übergang vom Sommer in den Herbst einer der drastischsten Übergänge. Schwellen- und Übergänge der Jahreszeiten werden als Ritu-Sandhi bezeichnet. Der von Sommer - Pitta zu Herbst - Vata hat es besonders in sich, insbesondere, wenn du auch eine Vata-Pitta Konstitution bist oder sich deine Vata und/oder Pitta Energie im Ungleichgewicht befindet. Symptome für ein Vata Ungleichgewicht >


So wie es den Übergang zwischen den Jahreszeiten im Ayurveda gibt, existiert dieser wichtige Übergang von Pitta zu Vata auch zwischen den Lebensphasen. Im Ayurveda wird die Perimenopause als eine solche besondere Schwellenzeit verstanden. Diese Schwelle von der Pitta geprägten in die Vata geprägte Lebensphase um die Menopause ist ein tiefgreifender Prozess auf körperlicher, emotionaler und energetischer Ebene.


Und gerade diese Zwischenzeiten gelten als besonders sensibel, wenn sich die Qualitäten der Natur verändern und damit auch unser inneres Gleichgewicht angesprochen werden kann.


Pitta ist extrem hoch – und Vata steht bereits vor der Tür

Pitta wird im Ayurveda mit Feuer, Hitze, Intensität, Transformation und Stoffwechsel verbunden.

Vata dagegen steht für Bewegung, Veränderung, Leichtigkeit, Trockenheit und Unregelmäßigkeit.

Der Übergang von Pitta zu Vata ist deshalb nicht einfach ein Umschalten von einem Zustand in den nächsten.


Es ist eine Schwellenzeit.


Die Hitze des Sommers ist im Körper und im Geist präsent, während gleichzeitig Trockenheit, Bewegung und Veränderung zunehmen. Genau diese Kombination von Feuer und Luft birgt eine große Intensität und Dynamik.


Wir erleben in diesem Sommer vielerorts Extreme: Hitze, Trockenheit, Dürre, Flächenbrände.

Das Feuer ist besonders intensiv - und die Qualitäten von Vata bereits extrem spürbar:

Trockenheit, Unruhe, Auflösung von Stabilität.


Pitta und Vata begegnen sich. Feuer trifft auf Luft.

Leistung trifft auf Unruhe

Kontrolle trifft auf das Unberechenbare

Willenskraft trifft auf Nervosität

Intensität trifft auf Leichtigkeit

Funktionieren trifft auf Auflösung

Perfektionismus trifft auf Chaos

Kopfenergie trifft auf Ängste


Gerade diese Überlagerung kann als besonders fordernd erlebt werden.



Wenn die Natur sich verändert, verändert sich auch unser Erleben


Natürlich bedeutet das nicht, dass eine bestimmte Wetterlage automatisch ein bestimmtes Dosha-Ungleichgewicht verursacht.

Aber Hitze, Schlafmangel, Flüssigkeitsverlust, veränderte Tagesrhythmen, Stress und eine hohe äußere Reizdichte können unseren Körper und unser Nervensystem ganz real beanspruchen.

Die ayurvedische Perspektive ergänzt dazu eine qualitative Betrachtung:


Was ist gerade in mir? Was spüre ich? Welche Eigenschaften begegnen mir?

Hitze? gestaute Emotionen?

Trockenheit und Rauheit?

Unruhe? Chaos im Kopf?

Erschöpfung?

Fehlende Erdung?

Fragen nach Sinnhaftikeit?


Gerade Menschen mit einer Vata und/oder Pitta Energie in der Grundkonstitution "Prakriti", mit einer entsprechenden Disbalance "Vikriti" und insbesondere Frauen rund um die Menopause können diesen Wechsel besonders intensiv wahrnehmen.


Die Unruhe nimmt in letzter Zeit zu.

Die Energie schwankt.

Der Schlaf wird empfindlicher.

Du bist sensibler und reizempfindlicher.

Vielleicht entsteht gleichzeitig das Gefühl, völlig erschöpft und trotzdem innerlich aufgedreht zu sein.

Oder du merkst einfach:

„Irgendwie funktioniert mein bisheriger Umgang mit mir selbst nicht mehr.“



Und nun fiel genau in diese Zeit die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026.

Die Sonnenfinsternis als Symbol für das, was sichtbar werden möchte


Astronomisch ist eine Sonnenfinsternis ein faszinierendes Naturereignis. Spirituell energetisch wird sie seit langer Zeit als Symbol für Übergang, Verdunkelung, Neubeginn und das Sichtbarwerden des Verborgenen interpretiert.


Mit der Perimenopause beginnt ein Prozess der Transformation, des Loslassens, der Neuausrichtung und Werteverschiebung. Alte Emotionen, ungelebte Bedürfnisse und Lebensthemen treten aus dem Verborgenen.


Und vielleicht liegt genau darin ihre Bedeutung für diese Zeit.

Nicht darin, dass die Finsternis nachweislich verdrängte Emotionen hervorruft.

Sondern darin, dass sie uns einen starken inneren Spiegel anbieten kann.

Was möchte gesehen werden?

Was habe ich lange verdrängt?

Was funktioniert nicht mehr?

Was darf gehen?

Was möchte sich verändern?


Manche Frauen erleben in Übergangsphasen genau das: Alte Gefühle tauchen auf. Beziehungen werden neu bewertet. Lebensentscheidungen werden hinterfragt. Bedürfnisse, die lange unterdrückt wurden, werden plötzlich deutlich.

Nicht unbedingt, weil etwas von außen „ausgelöst“ wird.

Sondern weil eine Lebensphase erreicht ist, in der das bisherige Funktionieren nicht mehr ausreicht.


Und wenn dies alles kombiniert mit der Perimenopause einhergeht ...


Für Frauen in die Schwellenzeit der Perimenopause und Menopause ein besonders intensiver Übergang. Denn auch der Lebenszyklus der Frau wird im Ayurveda mit einem Wechsel von Lebensqualitäten betrachtet. Die mittlere Lebensphase wird traditionell stärker Pitta zugeordnet; mit zunehmendem Alter tritt Vata stärker in den Vordergrund. In ayurvedischen Darstellungen der Menopause wird dieser Übergang von Pitta zu Vata deshalb ausdrücklich als zentrale Lebensphasenveränderung beschrieben.


Und damit treffen zwei Übergänge aufeinander:

Der Übergang der Natur – und der Übergang der Frau.

Die Jahreszeit verändert sich.

Der Körper verändert sich.

Die Hormone verändern sich.

Der Stoffwechsel verändert sich.

Der Schlaf kann sich verändern.

Die emotionale Regulation kann sich verändern.

Und häufig verändern sich gleichzeitig auch die eigenen Lebensfragen.

Was möchte ich noch?

Was möchte ich nicht mehr?

Was habe ich jahrelang getragen?

Was gehört wirklich noch zu mir?

Welche Rolle möchte ich künftig einnehmen?

Welche Bedürfnisse habe ich viel zu lange zurückgestellt?

Das ist keine kleine Veränderung.

Es ist eine Schwellenzeit im wahrsten Sinne des Wortes.


Wenn die bisherigen Kraftreserven plötzlich nicht mehr reichen

Viele Frauen erleben in dieser Lebensphase irgendwann einen Punkt, an dem ihre bisherigen Strategien nicht mehr funktionieren.

Sie haben vielleicht über Jahrzehnte unglaublich viel geleistet.

Organisiert.

Versorgt.

Verantwortung übernommen.

Für andere da gewesen.

Funktioniert.


Und plötzlich merkt der Körper:

So wie bisher geht es nicht mehr.


Die Belastbarkeit verändert sich.

Schlaf wird wichtiger.

Erholung wird wichtiger.

Stress wird schlechter kompensiert.

Emotionen können intensiver erlebt werden.


Und manchmal entsteht eine tiefe Erschöpfung – körperlich, mental oder emotional.

Aus ayurvedischer Sicht können sich in der Perimenopause sowohl Pitta- als auch Vata-Qualitäten zeigen. Fachliteratur beschreibt beispielsweise Hitzewallungen und Reizbarkeit eher im Zusammenhang mit Pitta, während Unregelmäßigkeit, Schlafveränderungen und Trockenheit stärker Vata zugeordnet werden; manche Beschwerden überschneiden sich.


Das erklärt auch, warum sich diese Phase manchmal so widersprüchlich anfühlt:

Zu viel Feuer – und gleichzeitig zu wenig Energie.

Überhitzung – und gleichzeitig Erschöpfung.

Unruhe – und gleichzeitig das Bedürfnis nach Rückzug.

Ein Kopf, der nicht abschalten kann – und ein Körper, der eigentlich Ruhe braucht.



Vielleicht ist die Erschöpfung eine Einladung – aber kein Versagen

Wenn eine Frau in dieser Phase erschöpft ist, liegt die Lösung deshalb nicht darin, noch mehr zu leisten, optimieren, analysieren, ...


Vielleicht braucht es gerade das Gegenteil.

Raus aus dem Kopf - Rein in den Körper.

Zentrieren, was sich im Außen verloren hat.

Verbindung, Erdung, Mitte finden


Bauchraum. Becken. Füße. Atem. Körper. Erde.

Was jetzt unterstützt, sind vor allem Qualitäten, die Sicherheit, Rhythmus und Verkörperung schaffen.


Wärme und Berührung

Körperliche oder auch emotionale Wärme u.a. durch Ayurvedische Massagen, bewusste Selbstmassage, sanfte Berührung oder ein körperorientiertes Ritual können helfen, wieder aus dem Denken ins Spüren zu kommen.


Nicht als weiteres Programm, das erledigt werden muss.

Sondern als Einladung:

Ich bin hier. Ich spüre mich. Ich bin in meinem Körper.


Warme, gekochte Nahrung

Gerade in einer Vata-betonten Übergangszeit kann warme, gekochte und gut bekömmliche Nahrung wohltuend sein.

Eine vollwertige Ernährung, die nährt und den individuellen Stoffwechsel berücksichtigt.

Nicht nach einer pauschalen Regel.

Denn jede Frau, jede Konstitution, jede Verdauung, jede hormonelle Situation ist anders.

Lass dich dabei gern unterstützen und dein individuelles Re-Balance Programm finden.


Rhythmus und Ruhe

Regelmäßigkeit wird in dieser Zeit besonders wertvoll:

regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Schlaf, Pausen, weniger Reizüberflutung und bewusste Übergänge zwischen Aktivität und Ruhe.

Nicht noch mehr leisten.

Sondern dem Körper wieder erlauben, zu regulieren.


Und vielleicht das Wichtigste: gehalten werden

Denn nicht jeder innere Prozess muss alleine verarbeitet werden.

Gerade in einer solchen Lebensphase kann es unglaublich wertvoll sein, gesehen und gehört zu werden.

Es ist vollkommen ok, nicht sofort eine Lösung zu haben.

Sondern einfach sein zu dürfen.

Mit der Erschöpfung.

Mit der Wut.

Mit der Traurigkeit.

Mit der Verwirrung.

Mit der Angst.

Mit der Freude.

Mit allem, was gerade da ist.

Alles darf gefühlt werden.

Und nicht alles muss sofort verstanden werden.


Ein besonderer Raum für den Übergang: Das Closing oder Rebozo Ritual

Eine wertvolle Art, den Übergang der Perimenopause bzw. Menopause nicht nur körperlich und mental zu begleiten, sondern ihm auch einen bewussten, geschützten Raum zu geben, ist ein Rebozo Ritual.


Ein Rebozo-Closing-Ritual kann dabei ein kraftvolles Übergangsritual sein. Mit den Tüchern wird der Körper achtsam umhüllt, gehalten und sanft „geschlossen“. Es entsteht ein Raum von Geborgenheit, Rückzug und Ankommen – weg von der ständigen Bewegung im Außen und zurück in die eigene Mitte.


Dabei geht es nicht darum, etwas „wegzumachen“ oder einen Prozess zu beschleunigen. Vielmehr darf das, was gerade in Bewegung ist, gesehen, gefühlt und gewürdigt werden.


Und spüren: Ich muss diesen Übergang nicht alleine gehen.

Wünschst du dir Unterstützung oder ein Ritual für deine besondere Schwellenzeit? Mehr Infos zum Rebozo Ritual für Schwellenübergänge >


Vom Analysieren zum Erleben


Vielleicht ist das die wichtigste Einladung dieser Zeit:

Nicht noch tiefer in den Kopf zu gehen.

Nicht jedes Gefühl zu analysieren.

Nicht jede Veränderung erklären zu müssen.

Sondern wieder in die eigene Mitte zu finden.

In den Körper. In den Bauchraum.

In die Gemeinschaft und Verbindung, In einen Kreis von Frauen, in dem du nicht funktionieren musst.

In dem du gesehen wirst.

In dem du gehört wirst.

In dem du gehalten wirst.


Vielleicht hast du einen Frauenkreis oder eine andere Art, in wirkliche tiefe Verbindung mit dir und anderen Frauen zu gehen. Wenn dich das ruft, schau nach einem Angebot in deiner Gegend. Hier findest du mein Frauenkreis Angebot >



Die Frage dieser Zeit


Vielleicht müssen wir deshalb die Frage verändern.

Nicht:

„Wie bekomme ich mich wieder so hin wie früher?“

Sondern:

„Was braucht die Frau, die ich jetzt werde?“

Vielleicht braucht sie mehr Ruhe.

Mehr Wärme.

Mehr Nahrung.

Mehr Körper.

Mehr Berührung.

Mehr Natur.

Mehr Gemeinschaft.

Mehr Zeit.

Und vielleicht braucht sie vor allem die Erlaubnis, dass nicht alles sofort gelöst werden muss.

Denn ein Übergang ist kein Fehlerzustand.

Er ist ein Zwischenraum.


Etwas Altes geht. Etwas Neues ist noch nicht vollständig da.

Und genau in diesem Zwischenraum dürfen wir lernen, uns selbst wieder zu halten.

Zurück in den Körper. Zurück in die Mitte. Zurück zu dir.

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